DAS Schulleitung Wissensprüfung
St. Galler Schulmodell
Das Modell zur Führung einer Schule im Überblick umfasst sechs zentrale Begriffskategorien:
- Umweltsphären
- Anspruchsgruppen
- Integrationsthemen
- Ordnungsmomente
- Prozesse
- Entwicklungsmodi

Abb. St. Galler Schulmodell (Capaul, Seitz u. Keller, 2023, 25)
Das St. Galler Schulmodell ist eine Adaption des neuen St. Galler Managementmodells, welches von Rüegg-Stürm (2004) überarbeitet wurde.
Übergeordnet liegt dem Modell eine systemische, möglichst ganzheitliche Betrachtung zugrunde. Es hilft, eine integrative Gesamtsicht zu erlangen. Die Schule wird dabei als dynamisches soziales System verstanden, das in vielfältigen Beziehungen und Wechselwirkungen steht: zum einen durch die Nutzung der Infrastruktur zum anderen durch die Handlungen der beteiligten Akteur:innen (Schulleitung, Lehrpersonen, Lernende) zu Kommunikations- und Interaktionsprozessen, gemeinsamen Zielvorstellungen/Visionen, Ängsten, Konflikten, zu Teambildung, Lehr- und Lernergebnissen sowie Erfolgs- und Misserfolgserlebnissen. Diese muss bei der Schulführung beachtet werden, damit eine Strategie, die an den Kernprozessen des Lehrens und Lernens sich ausrichtet, Prozesse optimal koordiniert und eine sinnstiftende Kultur pflegt. Diese Grundkategorien beziehen sich auf die zentralen Dimensionen von Führung. Führung wird verstanden als Funktion, das heisst ein System von Aufgaben, die sich als Gestalten, Lenken und Weiterentwickeln von Organisationen (hier Schule) verstanden wird.
Die Grundlagen des Modells (und der Wissensprüfung) findet man in Capaul, Seitz u. Keller (2023) auf den Seiten 23 bis 26. Wer sich für das Originalmodell interessiert, findet eine Zusammenfassung in Rüegg-Stürm (2004) auf den Seiten 65-141.
Literatur:
Capaul, Raphael, Helmut Seitz und Michael Keller. 2023. Schulführung und Schulentwicklung: Theoretische Grundlagen und Empfehlungen für die Praxis. 4. Aufl. Haupt.
Rüegg-Stürm, Johannes. 2004. "Das neue St. Galler Management-Modell." In Einführung in die Managementlehre, hrsg. v.Rolf Dubs, Dieter Euler, Johannes Rüegg-Stürm und Christina E. Wyss, 65-141. Bern: Haupt.
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