Begriff: Audiodeskription
Audiodeskription
Akustische Bildbeschreibung. Im Fernsehen oder auf DVD ist dabei auf einem speziellen Tonkanal in Ergänzung zum Filmton (mit Dialog, Geräuschen und Musik) ein Kommentar zu hören, der Szenen und Bilder des Geschehens für Blinde und Sehbehinderte anschaulich beschreibt.
«1975 wurde in den USA das Verfahren der Audiodeskription entwickelt. Mit Hilfe einer zusätzlichen akustischen Bildbeschreibung wird aus einem Film ein Hörfilm, den Blinde ‹sehen› können. Visuelle Elemente eines Films wie Orte, Landschaften, Personen, Gestik, Kameraführung – alles, was zu sehen ist und was insbesondere für das Verständnis der Handlung und das ästhetische Erleben des Werkes wichtig ist – wird in Sprache umgesetzt. Der so entstandene Beschreibungstext ist in den Dialogpausen des Films zu hören. Auf diese Weise entsteht für den blinden und sehbehinderten Zuschauer ein ganzheitlicher Eindruck vom Filmgeschehen. Er erhält dadurch die Möglichkeit, sich das Medium ohne fremde Hilfe zugänglich zu machen und so am kulturellen Leben der Gesellschaft teilzunehmen. Das Prinzip der Audiodeskription wurde bisher für die Medien Theater, Film, Fernsehen, Video, DVD und Museum erforscht und angewendet. Weltweit wird es in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Techniken verwendet.» [Quelle: www.orf.at]
Siehe auch Zweikanalton
<font size="-2">Weiterlesen:
Ammann, Daniel. <a href="http://www.magoria.ch/texte/Tonspur_AS07-1.pdf" target="_blank">«Dem Ton auf der Spur: Vielfältiger Unterricht mit Zweikanal-Ton, DVDs und Hörfilmen.»</a> <i>Achtung Sendung</i> 1 (2007): S. 65–66.
<a href="http://www.hoerfilm.de" target="_blank">www.hoerfilm.de</a>
</font>
<div align="right"><font size="-2">[Red. DA, 6-2005, 11-2007, 9-2009]</font></div>