Drei-Satz-/ Drei-Bild-Geschichten

Medienbildung: Kompetenzen und Schwerpunkte

Das Unterrichtsprojekt fördert Erzählkompetenz medienübergreifend anhand von 3-Satz- bzw. 3-Bild-Geschichten. Die SuS lernen exemplarisch, wie eine Erzählung aufgebaut ist und mit welchen Mitteln sie sprachlich und in Bildern umgesetzt wird. Zur Gestaltung einer Dramaturgie gehören Einleitung, Spannungsbogen und Höhepunkt. Einfache Geschichten folgen diesem Schema aus drei Schritten: Anfangssituation > Problem / Konflikt > Lösung. Zahlreiche Geschichten aus Fernsehen, Film und Literatur, ja sogar Computerspiele folgen diesem Grundmuster (das schon Aristoteles in seiner Poetik beschreibt): Eine Figur (Anfang) wird durch einen Konflikt herausgefordert (Mitte) und bewährt sich oder scheitert (Ende). Im Projekt lernen die SuS den spielerischen und reflexiven Umgang mit verschiedenen Medien und deren Produkten sowie die technische Handhabung von Aufnahmegeräten.

Erzähl- und Medienkompetenz

Durch die kooperative und kreative Arbeit an einer Geschichte und deren Umsetzung in Form eines Kurzfilms werden die SuS mit gemeinsamen Prinzipien des sequenziellen Erzählens (3-Akt-Dramaturgie, Storytelling) in unterschiedlichen Medien sowie spezifischen Gestaltungsmöglichkeiten audiovisueller Texte vertraut gemacht (Mediensprache, Einstellungsgrössen, Schnitt und Montage, Kombination von Bewegtbild und Dialogtext)

Anhand einfacher Satz- und Bildfolgen (vgl. Storyboard, Szene aus mehreren Einstellungen) erfahren und erkennen sie typische Techniken und Funktionsweisen medialer Narration und erkennen Parallelen zu schriftlichen Erzählungen.

Bildergeschichten sind den SuS bereits aus Bilderbüchern, Comics/Graphic Novels, Fotoromanen, Werbespots (mit Vorher-Nachher-Plot), Handyclips und vor allem Animations- und Spielfilmen vertraut. Beim Entwickeln eigener Geschichten wird dieses rezeptive Vorwissen aktiviert und in der Medienarbeit erweitert. Die projektgebundene Nutzung von Smartphone bzw. Tablet als filmische Produktionsmedien in der aktiven Medienarbeit fördert ihre Anwendungskompetenzen und vermittelt Einblicke in mediale Produktionsprozesse (Medienkunde, Medienkritik).

Mediensprache

Als Mediensprache werden die spezifischen Gestaltungs-und Ausdrucksmöglichkeiten eines Mediums (und dessen Kodes) bezeichnet. So haben beispielsweise Vorder-und Hintergrund oder die Kameraperspektive eine Bedeutung in der Bildsprache, der Schnitt oder die Kombination von Bild und Ton sind Elemente der Filmsprache. Das Kennen dieser Mediensprache ist Grundlage, um entsprechende Medienprodukte zu verstehen oder selbst Medienbeiträge zu gestalten. (2013, LP21, ICT und Medien, Konsultationsfassung, Seite 7)

Lehrplan 21

Mit der Arbeit an Drei-Satz- bzw. Drei-Bild-Geschichten werden folgende Kompetenzen des Lehrplans 21 gefördert:

Medien und Informatik
|10|4"]Anwendungskompetenzen: Produktion und Präsentation

MI.1.3 Medien und Medienbeiträge produzieren: Die Schülerinnen und Schüler können Gedanken, Meinungen, Erfahrungen und Wissen in Medienbeiträge umsetzen und unter Einbezug der Gesetze, Regeln und Wertesysteme auch veröffentlichen.

Bildnerisches Gestalten
BG.2.C.1 Fotografieren, Filmen: Die Schülerinnen und Schüler können die Wirkung bildnerischer Verfahren untersuchen und für ihre Bildidee nutzen.