Kikkerschwimmen
Inhalt Lernobjekt
Am Anfang des traditionellen Schwimmunterrichts steht die Wassergewöhnungsphase.
Teilweise gleichzeitig und im Wassergewöhnungsunterricht integriert werden in der Teilmethode die Antriebsaktionen der Beine, die Bewegung der Arme und des Körpers separat und «richtig» erlernt. Diese Aktionen werden (fast) alle unter Wasser, an der Wasseroberfläche und ohne Auftriebsmittel erlernt.
Die Aktionen werden später miteinander kombiniert und koordiniert. Einzelne Kombinationen führen zu den bekannten «Schwimmstilen»: Kraul und Rückenkraul (Wechselschlagstile); Brust- und Rückengleichschlag, Delfin (Gleichschlagstile). Andere Kombinationen führen zu sogenannten «Mischtechniken».
Das Erlernen des Kikkerschwimmens schon zu Beginn der Wassergewöhnungsphase setzt hier neue Akzente.
Kikkerschwimmen ergänzt die Wassergewöhnung durch eine Einstiegs-Schwimmart für bisherige Nicht-Schwimmer. Es kann wegen der geringeren koordinativen Anforderungen und der Zuhilfenahme von geeigneten Auftriebshilfen früh erlernt werden. Weil der Kopf zwecks natürlicher Atmung und dauernder Orientierung beim Kikkerschwimmen über Wasser bleibt, wird das Sicherheitsgefühl der Lernenden und das Vertrauen in ihre Wasserbewältigungskompetenz gesteigert.
Das Kapitel «Was ist Kikkerschwimmen?» erklärt möglichst anschaulich die Technik des Kikkerschwimmens. Das anschliessende Kapitel «Aufbaureihe Kikkerschwimmen» zeigt den von Sandra Waldesbühl (Schwimminstruktorin und Eidg. dipl. Turn- und Sportlehrerin II) und Georges Götte (Schwimminstruktor) über Jahre entwickelten und erprobten Aufbau des Kikkerschwimmens.
Im Kapitel «Konzepte und Modelle» wird das Kikkerschwimmen in ein Konzept des Aufbaus der Wasser- und Schwimmkompetenzen eingebettet und damit sein Stellenwert in diesem Aufbau geklärt.
Das abschliessende Kapitel «Hinweise» gibt Tipps zur Organisation des Schwimmunterrichts. Daran anschliessend werden einige Gedanken zur Anwendung des Kikkerschwimmens angestellt.
Weil Körperhaltungen und Bewegungsabläufe grundsätzlich schwierig nur mit der Sprache zu vermitteln sind, bietet das Lernobjekt immer da, wo es hilfreich ist, Veranschaulichungsmöglichkeiten mit Videos oder Fotos an.