Kikkerschwimmen
Was ist Kikkerschwimmen?
Im Folgenden wird die Technik respektive die optimale Ausführung des Kikkerschwimmens beschrieben. Da beim Kikkerschwimmen der Beinantrieb und die Armbewegung relativ unabhängig voneinander kombiniert werden, stellen wir diese beiden Aktionen getrennt dar.
Der Beinschlag (Kikkerbewegung): Er ist verantwortlich für den Antrieb.
Der Vortrieb (Antriebsaktion) wird durch die Kikkerbewegung erzeugt. | |
Die Ausgangslage der Beinbewegung ist die gestreckte Position der Beine und der Fussgelenke (Point). | ![]() |
Die Beine werden angezogen und in die «Froschstellung» gebracht: Oberschenkel geöffnet, gebeugte Knie, ausgedrehte Unterschenkel. Der Abstand der Fussgelenke entspricht mindestens dem Abstand der Knie und die Knie sind weiter als schulterbreit geöffnet. Der Hüftwinkel ist offen, grösser als 90 Grad. | ![]() |
Vor dem Abstossen werden die Füsse angezogen (Flex) und dann mit einer kräftigen Stossbewegung halbmond-/klammerförmig nach hinten zur Ausgangsposition gebracht: Stossgrätsche symmetrisch und mit auswärts gedrehten Füssen. | ![]() |
Eine zentrale Teilbewegung ist das Anziehen der Füsse von Point zu Flex. | ![]() |
Diese Beinbewegung, pausenlos aneinander gereiht, ergibt einen wirkungsvollen Antrieb. |
Die Armbewegung: Sie sichert den Auftrieb respektive den freien Kopf und damit das natürliche Atmen.
Die Armbewegung, flach im Wasser vor dem Körper kreisende Hände, ist im Vergleich zum Brustschwimmen kein eigentlicher (Arm-)Zug. Sie dient nicht der Fortbewegung, sondern dem Auftrieb und dem Lageausgleich (Gleichgewicht). Mit der Armbewegung wird der Kopf über Wasser gehalten und so die freie Atmung sichergestellt.
Die Hände beschreiben vor dem Körper zwei symmetrische Kreise – wie wenn zwei flache Teller gleichzeitig gewaschen würden. | |
Die Hände sollen vor dem Körper kreisen. |
Kikker-Beinantrieb und Armbewegung zusammen ergeben das Kikkerschwimmen. Das Zusammenfügen der Bein- und Armbewegung stellt geringe koordinative Anforderungen an die Lernenden, weshalb eher von einer Arm-Bein-Kombination als von einer Arm-Bein-Koordination gesprochen werden kann. Weil sich die Arme und Beine im Wasser bei der Mehrzahl der Lernenden gleich «schnell» bewegen, ergibt sich so auf natürliche Weise ein rhythmisches Zusammenspiel der Arm- und Beinbewegungen.
Diese Teilbewegungen werden je nach Gleichgewichtssituation «automatisch» angepasst (z.B. bei Richtungswechsel). Sobald eine stabile Wasserlage erreicht und das Vertrauen in die eigene Schwimmfähigkeit da ist, wird die Technik in verschiedenen Anwendungssituationen erprobt und verfeinert (bremsen, auf die Seite ausweichen, an Ort warten). |
Die Atmung erfolgt im natürlichen Atemrhythmus. Sie muss weder mit der Arm-, noch mit der Beinbewegung koordiniert werden.
Die Kopfhaltung über Wasser erleichtert das natürliche Atmen und ermöglicht eine gute Übersicht (wo bin ich und wohin schwimme ich?), nicht nur in Bädern, sondern auch in offenen Gewässern wie in Seen, Flüssen oder im Meer.
Die Wasserlage ergibt sich aus der Haltung des Kopfes und der Antriebswirksamkeit – je höher das Tempo, desto weniger aufrecht ist die Körperhaltung. Das heisst, der Körper liegt dann flacher und stromlinienförmiger im Wasser.



