Mediendidaktik Primarstufe
ICT-Einsatz in der Volksschule der Zentralschweizer Kantone
ICT-Einsatzmodell für die Volksschule der Zentralschweiz (Lehrplan Zentralschweiz, 2009)

- Strukturiert nach einer handlungs- und werkzeugorientierten Dimension von ICT-Unterrichtsaktivitäten (mit vier unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten: (1) sich informieren, (2) kommunizieren und Kooperieren, (3) üben, spielen und experimentieren, (4) gestalten und präsentieren)
- Strukturiert nach einer Dimension, welche die ICT-bezogenen Lernziele bzw. angestrebten Kompetenzen beschreibt (mit drei progressiven Kompetenzstufen: (1) ICT kennen und handhaben, (2) ICT zielgerichtet nutzen, (3) ICT reflektieren)
- Strukturiert nach einer fach- und stufenbezogenen Dimension (z.B. Fach Mathematik der 3./4. Klasse)
Erfolgt der Kompetenzaufbau stufenförmig?
Wie Sie aus den beiden beschriebenen Kompetenzmodellen für Schülerinnen und Schüler (Tuldziecki & Herzig, 2002, Moser & Scheuble, 2008) herauslesen können, entsprechen sich die Handlungsfelder des ICT-Einsatzes bzw. ICT-Unterrichtsaktivitäten in den unterschiedlichen Konzeptionen weitgehend. Wie auch Ammann (2008) bilanziert, lassen sich die Konzeptionen zur Medienkompetenz auf die drei Aspekte "Medienwissen", "Mediennutzung" und "Medienreflexion" verdichten.<br>
Die Vorstellungen über den Kompetenzaufbau differieren dagegen. Während die beiden Modelle (Tuldziecki & Herzig, 2002, Moser & Scheuble, 2008) keinen hierarchischen bzw. progressiven Kompetenzaufbau beschreiben, basiert das obige Einsatzmodell (Lehrplan der Zentralschweiz, 2009) auf einem gestuften Aufbau der ICT-Kompetenzen. Dieser führt über das Kennenlernen und Handhaben von ICT (1. Stufe) zur zielgerichteten Nutzung (2. Stufe) und endet mit dem Reflektieren des ICT-Einsatzes (3. Stufe) (Schrackmann et al., 2008, S. 34ff.).