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Mediendidaktik Primarstufe

Medienkompetenzmodell Moser, Scheuble

Auf diesem Medienkompetenzmodell basiert das Online-Testsystem "Test Your ICT-Knowlegde", das von der Bildungsevaluationsstelle der Universität Zürich im Rahmen der Bundesinitative «PPP-SiN» entwickelt wurde. Das Testsystem steht den angemeldeten Benutzerinnen und Benutzern des Educanet kostenlos zur Verfügung.

Das Medienkompetenzmodell nach Moser und Scheuble (2008)

Das Medienkompetenzmodell unterscheidet zwischen breiten medialen Handlungsfeldern, personalen Handlungskompetenzen und Alters- bzw. Bildungsstufen.
  • Handlungsfelder strukturieren die medienpädagogische Domäne inhaltlich; sie definieren aus der Sicht der Handelnden (Lehrpersonen und Schüler bzw. Schülerinnen) das Lern- und Unterrichtsfeld der Medien. Dabei werden im vorliegenden Modell drei Felder abgegrenzt:
    • Anwendung und Gestalten von Medienprodukten (und damit die Nutzung von „Produktionsmedien“)
    • Austausch und Vermittlung von Medienbotschaften (der Umgang mit „Kommunikationsmedien“).
    • Medienreflexion und –kritik (als domänenspezifisches Handlungsfeld, das seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts immer als wesentlicher Gegenstand der Medienpädagogik hervorgehoben wurde).
  • Das eigentliche Kompetenzmodell setzt an diesen drei Handlungsfeldern an und bezieht darauf drei Kompetenzbereiche, nämlich
    • Sachkompetenzen, in denen deklaratives Wissen bzw. sachliches und konzeptuelles Wissen gebündelt ist, das zum kompetenten Handeln in den einzelnen Feldern erworben werden muss;
    • Methodenkompetenzen, also prozedurales Wissen bzw. Techniken und Regelwissen, die dazu dienen im Handlungsfeld kompetent mit Medien zu arbeiten.
    • Sozial- und Selbstkompetenzen, also die medial präformierten sozialen Regeln, deren Beherrschung notwendig ist, um sich kompetent mittels Medien auszutauschen und zu kooperieren.
Medienkompetenzmodell (Moser & Scheuble, 2008)